Allgemeine Punkte:
  • Wenn ein bisheriger SE/SE1 Kunde die SE2 nutzen will MUSS die Lizenz migriert werden. Bestehende Verträge decken die Nutzung der SE2 nicht ab.
  • Die Lizenzmigration ist ein offizieller Vorgang und kann über Trivadis angestoßen und beauftragt werden.
  • Vor Nutzung der SE2 müssen im Rahmen der Migration die neuen Lizenzregelungen vom Kunden explizit bestätigt werden:
    • SE2 darf nur auf Servern  mit einer max. Ausbaufähigkeit von 2 Prozessorsockets genutzt werden. Bei Nutzung der weiterhin beinhaltenden Real Application Cluster – Funktionalität bedeutet dies 2 phys. Server mit max 1 Prozessor-Socket Ausbaufähigkeit
    • Bei Lizenzierung auf Basis von Named User Plus Metrik(NUP) ist eine Mindestlizenzierung von 10 NUP pro Server einzuhalten. Dies erfordert gegebenenfalls eine zusätzliche Nachlizenzierung – speziell in virtualisierten Umgebungen ist ein Überprüfung erforderlich!
    • Limitierung auf 16 Threads pro Datenbank-Instanz (bzw. 8 pro Server bei einem RAC-Cluster): wird automatisch durch die Software geregelt!
  • Die Lizenzmigration erfolgt im Verhältnis 1:1  für die jeweilige Anzahl NUP's bzw. Prozessoren
  • 4-Socket Server dürfen nicht mehr für SE2 genutzt werden! Bei weiterer Nutzung eines 4 Socket-Servers ist ein Upgrade auf die Enterprise Edition erforderlich
  • Voraussetzung für eine Lizenzmigration ist ein bestehender Supportvertrag
 
Wie migriere ich von Standard Edition auf Standard Edition 2?
  • Die Lizenzmigration muss explizit durchgeführt werden
  • Es fallen keine zusätzlichen Lizenzgebühren an
  • Es fallen keine zusätzlichen Supportgebühren an (lediglich die normale jährliche Anpassung)
 
Wie migriere ich von Standard Edition One auf Standard Edition 2?
  • Die Migrationsgebühren entsprechen einem Aufschlag von 20% auf die bisherigen Supportgebühren für die SE1
  • Das 1:1 Migrationsverhältnis gilt auch hier (!)
  • Normalerweise beträgt der Preis einer SE1-Lizenz ca. 1/3 der SE-Lizenz. Dieses Verhältnis wird aber bei der Migration nicht herangezogen.
  • siehe auch http://www.oracle.com/us/products/database/oracle-db-se2-brief-2680836.pdf
  • Der Supportgebührenaufschlag von 20% bleibt in den Folgejahre erhalten (zusätzlich zur normalen jährlichen Anpassung)
 
Wie sind die Anpassungen der Lizenzregeln einzuordnen?
Aufgrund der enormen Leistungssteigerung der Hardware über die letzten Jahre kommen die Anpassungen nicht überraschend.
  • Die Produkte SE / SE1 wurden vor über 12 Jahren am Markt eingeführt
  • Damals waren Single / Dual-Core Prozessoren der Standard
  • Mit einer SE konnten somit max. 4 Sockets à 2 Cores = 8 Cores betrieben werden
  • Heute sind Prozessoren mit 4 Sockets à 20 Cores = 80 Cores und mehr im Einsatz
           
Kann eine Datenbank auch mit SE2 hochverfügbar betrieben werden?
Natürlich! Im Rahmen der oben erwähnten Limitierungen kann die SE2 sowohl in einer RAC-, wie auch in einer Standby-Konfiguration betrieben werden. RAC ist jedoch auf Single-Socket Nodes limitiert. Für Datenhochverfügbarkeit und Disasterschutz mit SE2 empfehlen wir den Einsatz unseres bewährten Tools TVD-Standby™.  Nähere Infos unter http://www.trivadis.com/en/tvd-standbytm.
 
Last but not least: 
Wenn Sie bis zum 30.11.2015 eine SE1 erwerben, können Sie danach gemäss obigem Vorgehen günstig auf SE2 migrieren.
 
Haben Sie Fragen? 
Herr Stärkel steht Ihnen für weitere Auskünfte gerne zur Verfügung: andreas.stärkel@trivadis.com