Am 9. November 2017 fand die 22. Java Lounge im Hotel Crowne Plaza in Zürich statt. Diese Ausgabe stand ganz im Zeichen von Erfahrungsberichten aus zwei Kundenprojekten der Trivadis.

Mischa Kölliker, Principal Consultant bei Trivadis AG, hat vor drei Jahren an der Java Lounge über CQRS (Command Query Responsibility Segregation) im Zusammenspiel mit Event-Sourcing referiert. In der Zwischenzeit hat er das damals vorgestellte Kundenprojekt als Solution Architekt begleitet und die nicht alltägliche Architektur erfolgreich umgesetzt.

Im ersten Vortrag des Abends hat Mischa zuerst nochmals die theoretischen Grundlagen von CQRS und Event-Sourcing vermittelt. Anschliessend hat er von seinen Erfahrungen aus der Praxis berichtet. Dabei zeigte er zuerst auf, welche Grundsatzentscheide zu Beginn des Projektes gefällt wurden und aus welche Gründen. Diese Entscheidungen glich er anschliessend mit den Erfahrungen aus der Praxis ab und es wurde deutlich, was funktioniert hat und welche Umsetzungen das nächste Mal wohl nicht mehr so gemacht würden.

Zum Abschluss gab Mischa ein paar technische Leckerbissen preis, wie z.B. das Handling von Side Effects.

Im zweiten Vortrag berichteten Stefan Urech, Software Architekt und Teamleiter bei unserem Kunden SBB und Sebastian Steiner, Senior Consultant bei Trivadis AG, wie die SBB die Transition von WebSphere zu OpenShift geschafft hat, wie die Cloud-Landschaft aufgebaut ist und wie DevOps im Alltag gelebt wird.

So zeigten sie eindrücklich auf, wie mit der Webshop-Applikation als Piloten die Umstellung von WebSphere nach Tomcat und OpenShift gewagt wurde. Die anfängliche Skepsis wich, zumindest innerhalb der Entwicklungsteams, relativ schnell und es entfachte sich eine wahre Begeisterung für die neue Technologie. Mehr und mehr Services und Applikationen wurden anschliessend migriert.

Dank dem neuen Setup kann mit bloss einem Klick die Software gebaut und aktuell alle 3 Wochen in die produktive Umgebung deployt werden.

Ein sehr schöner Nebeneffekt, den das Projektteam aufgrund des Technologiewechsels erfahren hat, ist die Verbesserung der Architektur. So werden z.B. neue Services schlanker erstellt als früher.

Zum Abschluss wurde auch der organisatorische Teil und dessen Herausforderungen erklärt, z.B. der Pikett-Dienst, den nun nicht mehr das Operationsteam sondern das Entwicklungsteam zu leisten hat.

Abgerundet wurde der Abend wie gewohnt mit einem Apéro und vielen angeregten Diskussionen.

Herzlichen Dank den drei Referenten für die sehr spannenden Vorträge.

Die 23. Java Lounge findet im Frühling 2017 statt. Informationen werden zu gegebener Zeit auf https://m.trivadis.com/javalounge publiziert.