Die 23. Ausgabe der Trivadis Java Lounge fand im Sheraton Zürich Hotel statt. Rund 40 Teilnehmer fanden den Weg nach Zürich West um sich über DAS Hype-Thema Blockchain sowie über Java, Docker und IoT zu informieren.

Java + Docker + IoT = Appliance

Marco Facetti und Mischa Kölliker berichteten von einem Kundenprojekt, bei dem das Ziel die Modernisierung und Digitalisierung von Wasch- und Sterilisationsmaschinen für Operationsbesteck war. Gestartet wurde der Vortrag mit einer Einführung in dieses nicht alltägliche Business und dem Aufzeigen des Prozesses mit den Schritten "Reinigen", "Desinfizieren" und "Sterilisieren". Entscheidend ist, dass das gereinigte Material nur dann freigegeben wird, wenn der gesamte Durchlauf mit jedem Schritt erfolgreich war.

Anschliessend wurde mit 2 Notebooks sowie der RF-Box (Retrofit-Box) eine Demo durchgeführt, wobei einer der beiden Notebooks die Maschine simulierte. Die RF-Box ist das Kernstück, welches die Legacy Maschinen bereit für die Industrie 4.0 macht. Sie basiert auf einem Raspberry Pi mit Interfaces zu der Maschine und Drucker. 

Weiter ging es mit den technologischen Details und sehr interessanten Begründungen, wieso z.B. Grafana und nicht Kibana verwendet wurde. Zudem wurde aufgezeigt, welche Schwierigkeiten in dem spezifischen Umfeld mit Docker aufgetreten sind und wie ggf. eine Architektur ohne Docker aussehen könnte. Eine weitere Erkenntnis, die während dem Projekt gewonnen wurde ist die Tatsache, dass Elasticsearch zwar sehr mächtig ist, als Time Series Datenbank aber nur bedingt geeignet ist.

Abschliessend wurden die Herausforderungen, die bei der Entwicklung von Appliances auftreten, sowie mögliche Lösungen aufgezeigt.

Blockchain - From Hype to Competitive Advantage

Sven Vetter zeigte zu Beginn des 2. Vortrages die 5 Prinzipien der Blockhain, sowie deren Herausforderungen und Vorteile auf.

Anschliessend nannte er mögliche Use Cases, die unter anderem am Trivadis TechEvent von Mitarbeitern erarbeitet wurden. Dies führte zur Frage, wann denn nun eine Blockchain die richtige Lösung ist und wann z.B. eine verteilte Datenbank bevorzugt wird, resp. wann eine private oder eine öffentliche Blockchain verwendet werden soll. Die sehr angeregte Diskussion zeugte davon, wie sehr das Thema Blockchain aktuell beschäftigt. Weiter wurde auf Skalierungsissues hingewiesen, welche je nach Art der Blockchain auftreten können.

Michael Oswald führte anschliessend seine Demo "TriCoin" vor. Dabei handelt es sich um eine Kryptowährung, welche er mit dem Framework Web3j implementiert hatte.

Herzlichen Dank den Referenten für die beiden sehr interessanten Vorträge.

Die 24. Java Lounge findet am 19. September statt. Die Details werden auf der Java Lounge-Webseite publiziert.