November 2007 - Einträge

DOAG Präsentation Oracle Forms goes China
Donnerstag, 22. November 2007 00:52

Ich habe heute an der 20. DOAG Konferenz in Nürnberg meinen Vortrag "Oracle Forms goes China" gehalten. Grant Ronald - Group Product Manager in Oracle's Tools Division verantwortlich für Oracle Forms und Oracle's Java Tools JDeveloper und ADF- hatte parallel eine Session zum Thema Forms Strategie, die sicherlich besser besucht war als meine, trotzdem haben sich erstaunlich viele Leute zum Thema Verwendung von Unicode Zeichensätzen und Forms Migration eingefunden.

Der Vortrag ist insgesamt recht gut gelaufen und ich bin in 45 Minuten fertig geworden. Die anschliessenden Fragen waren ebenfalls gut, wiederum ein Hinweis darauf, dass es noch mehr Forms Projekte gibt, in denen Migrationskonzepte, Parallelbetrieb und Mehrsprachigkeit eine Rolle spielen. Ich denke, dass diese Themen nach wie vor interessant sind.

Am zweiten Tag der DOAG gab es unter anderen zwei weitere spannende Vorträge zum Thema Oracle Forms.

Forms 11g : Ein Blick hinter die Kulissen
Gerd Volberg, OPITZ CONSULTING Gummersbach GmbH

Gerd Vollberg zeigte seine Eindrücke und Ergebnisse vom zweiten Beta-Test für Forms 11g, zu dem er nach San Francisco eingeladen worden war. Die neuen Features, die er Testen konnte waren einmal das Javascript API, mit dem Kommunikation zwischen dem Forms Applet und der HTML-Seite möglich ist. Forms kann damit auf Javascript Events reagieren und Javascript Funktionen in der HTML-Seite anstossen. Im Forms Navigator gibt es dazu einen neuen Knoten "Events". Über Advanced Queuing kann Forms Nachrichten aus einer Queue empfangen. Dadurch ist Zum Beispiel eine Integration mit BPEL-Prozessen möglich, die Meldungen in Queues abstellen können. Beide Features zeigten keine Bugs und funktionierten bereits einwandfrei.

Ich freue mich schon auf die Möglichkeiten, die mit diesen beiden Features entstehen.

Forms Survival Kit – Fehlersuche in Web-Forms-Applikationen
Jürgen Menge, Oracle Deutschland GmbH

Jürgen brachte eine umfangreiche Zusammenstellung der Möglichkeiten Trace- oder Logging-Funktionen im Forms Umfeld zu verwenden, um auftretende Fehler zu analysieren. Auch wenn die Zeit für den gesamten Vortrag kaum ausreichte, ein echtes Survival-Kit, dass den Download lohnt.

Alle Vorträge kann man demnächst bei der DOAG runterladen.

von Perry Pakull | mit no comments
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Oracle OpenWorld die Zweite
Dienstag, 20. November 2007 01:25

Die OpenWorld ist vorbei und ich bin wieder zu Hause. In den letzten beiden Konferenztagen habe ich noch zwei interessante Vorträge besucht, die sich indirekt mit Oracle Forms befassen und für Forms Entwickler hinsichtlich zukünftiger Entwicklungsmöglichkeiten interessant sind.

Oracle JHeadstart: Unprecedented Productivity in Developing Ajax-Enabled Oracle Application Development Framework Applications
Steven Davelaar, Oracle

Ich habe mich zuletzt in 2005 etwas intensiver mit Oracle JHeadstart auseinandergesetzt, damals aber die Möglichkeiten des Generators verworfen. Nach diesem Vortrag werde ich mich wieder intensiver mit Oracle JHeadstart auseinanderzusetzen, weil der Generator einige neue Features bekommen hat und mittlerweile auf ADF Faces umgestellt wurde. Die 60 Minuten waren kaum ausreichend um alles zu zeigen und zu erklären. Hier bietet sich eine interessante Möglichkeit den Einstieg in die Java EE Welt anzugehen, allerdings wird dazu Consulting nötig sein.

Oracle JDeveloper with Oracle ADF Faces and Oracle JHeadstart: Is It Oracle Forms Developer Yet?
Peter Koletzke, Quovera

Ein beeindruckender Vortrag mit der spannenden Frage, ob die Java EE Technologien von Oracle bereits den Stellenwert von Oracle Forms erreicht haben. Nun, die kurze Antwort von Peter Koletztke lautet "No, but...". In der ausführlichen Begründung vergleicht er die Möglichkeiten der Entwicklungsumgebungen von Oracle Forms und Oracle JDeveloper. ADF Faces und JHeadstart haben zwar in den letzten Jahren deutlich aufgeholt und bieten ansatzweise die gleiche Funktionalität, haben aber noch nicht ganz die Ebene der Forms 4GL erreicht.

Während die im letzten Eintrag erwähnten Vorträge von Wilfred van der Deijl bereits heruntergeladen werden können, sind diese beiden Vorträge noch nicht verfügbar, werden aber sicherlich in den nächsten Tagen kommen.

Oracle OpenWorld, San Francisco
Dienstag, 13. November 2007 09:18

Ich bin seit letzter Woche Freitag in San Francisco und kann an der Oracle OpenWorld teilnehmen. Am Samstag habe ich mich mit den Kollegen für die Konferenz im Moscone Center registriert. Da war noch alles ruhig, aber das Moscone Center hatte schon eine gewisse gespannte Atmosphäre. Am Sonntag - dem ersten Tag der Konferenz - standen die SIGs im Vordergrund. Heute war es dann erstmals richtig voll, oder anders ausgedrückt, die OpenWorld rollt durch San Francisco.

Ich habe heute zwei sehr interessante Vorträge von Wilfred van der Deijl besucht.

Oracle Forms: Strategy and the Road to SOA
Jan Carlin, Oracle; Wilfred van der Deijl, Eurotransplant

In dieser Session hat Jan Carlin von Oracle nochmals klar zum Ausdruck gebracht, dass Oracle Forms auch in den nächsten Jahren unterstützen wird. Die Session zeigt auf wie Forms Applikationen in Fusion Middleware und den SOA Stack von Oracle integriert werden können. Voraussetzung ist die erfolgreiche Migration ins Web, erst dadurch werden technische Erweiterungen möglich. Die SOA Integration insbesondere mit BPEL Prozessen soll in 11g mit Advanced Queuing erreicht werden. Wilfred hat dann aufgezeigt, das Eurotransplant bereits erfolgreiche Schritte in Richtung SOA unternommen hat. Dabei wurden einige einfache Geschäftsprozesse mit BPEL abgebildet. Wichtig fand ich hier den Hinweis, daß für Forms Entwickler ein Umdenken erforderlich ist. Bei Forms geht es primär um die Daten, während für BPEL ein prozessorientierten Denken erforderlich ist.

How Oracle ADF Faces Can Use Oracle Forms as UI Components
Wilfred van der Deijl, Eurotransplant

In dieser Session hat Wilfred die wesentlichen technischen Schritte erklärt, die notwendig sind, um Oracle Forms als User Interface Komponente in eine ADF Faces Web Applikation zu integrieren. Dadurch kann ein Unternehmen von den neuen Technologien wie Oracle ADF profitieren ohne vorhandene Forms Applikationen anpassen oder verändern zu müssen. Die Verbindung der Technologien wird durch ein JavaScript API erreicht, dass das Auslösen von Ereignissen und den Datenaustausch ermöglicht. Dieses API realisiert die für Forms 11g geplante JavaScript Integration, die dann ebenfalls solche technologischen Verbindungen ermöglicht. Hier ein paar technische Details:

  • JavaScript API (Netspace LiveConnect API) für die Kommunikation mit den Forms Applet
  • JSF Component Library (OraFormsFaces) für die Einbindung von Forms Komponenten in JSF Seiten im JDeveloper (die Library wird demnächst veröffentlicht)
  • Einsatz der Sun JVM ist notwendig
  • Anpassungen an den Klassen für das Forms Java Applet (oracle.forms.engine.Main)
  • Zusätzlicher Parameter LEGACY_LIFECYCLE um die Forms Applet Startzeit zu verkürzen (das Applet muss einmal im Browser gestartet werden, für weitere Aufrufe von Forms Modulen bleibt das Applet aber aktiv und wird wieder verwendet, ohne dass die gleiche initiale Startzeit notwendig ist)

Wer genaueres Wissen oder diese Integrationsmöglichkeiten nutzen will, kann alles genauer auf Wilfreds Blog nachlesen. Hier bietet sich eine interessante Lösung, um einen weichen Umstieg in J2EE Technologien vorzunehmen.